Naturgewalten | Buchreihe

Naturgewalten - Die Dilogie
- Band 1 | Die Tochter der Elemente -
- Band 2 | Die Insel der Götter -
In einer Welt, in der Männer das Sagen haben, wächst fernab jeglicher gesellschaftlicher Konventionen eine junge Frau heran. Eine Frau, die gelernt hat, den Geheimnissen der Natur ihre bedingungslose Aufmerksamkeit zu schenken. Zusammen mit ihren vier besonderen Freunden stürzt sie in ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und Liebe. Dabei darf sie erfahren, dass ihr Schicksal längst besiegelt wurde.
Naturgewalten - Die Dilogie | Tauche mit Ayeleth in das Mysterium der vier Elemente ein und erlebe ihre überwältigende Kraft.
Weitere Inrofmationen zur Dilogie Naturgewalten
Naturgewalten - Die Dilogie | Die Legende
Einst, mein Kind, wenn die Zeiten dunkel und düster sind, kommt die Tochter der Elemente. Niemand wird sie erwarten und niemand wird ihr zujubeln, denn ihr Erscheinen ist unvorhersehbar. Es wird ein Tag sein, mein Kind, wie jeder andere. Ein Tag in ferner Zukunft.
Man wird sie daran erkennen, dass sie alle vier Elemente beeinflussen kann. Sie ist stark, mein Kind. Stark und mächtig. Und je stärker sie wird, desto schwächer werden wir. Sie kennt die Elemente wie niemand vor ihr und niemand nach ihr. Was sie befiehlt, tritt ein. Was sie ausspricht, geschieht. Niemand ist wie sie.
Die Verzweiflung, mein Kind, wird in diesen Tagen groß sein. Doch wenn die Tage am dunkelsten sind und die Sterne aufgehört haben, zu leuchten, bringt sie das langersehnte Licht. Das Licht eines neuen Zeitalters für uns Söhne und Töchter. Was wir jetzt kennen, wird dann längst der Vergangenheit angehören.
Ihren Namen, mein Kind, merke dir gut. Ayeleth wird ihr Name lauten. Denn so natürlich wie ein Reh bei Morgentau auf die Waldlichtung tritt, wird ihr Wesen sein.
Naturgewalten - Die Dilogie | Die Vorgeschichte
Völlig entkräftet von den pausenlosen Wehen ließ sie sich in die Kissen sinken. In ihrem Arm lag das schönste Baby, was sie in ihrem Leben gesehen hatte. Es hatte haselnussbraune Augen, eine süße Stupsnase und perfekt geformte Lippen, die gierig nach ihrer Brust suchten. Dennoch wirkte es befremdlich, denn ihre Tochter hatte einen Makel, der nicht zu vernachlässigen war. Sie hatte sich gewünscht, das ihre Tochter perfekt sein würde. Und irgendwie war sie es auf den ersten Blick auch, wäre da nicht dieser eine Fehler. Innerlich fühlte sie sich zerrissen, dass sie nicht wusste, ob sie weinen oder sich freuen sollte. Zärtlich fuhr sie mit ihren Fingerspitzen über die weiche Haut ihrer Tochter. Die Tür wurde aufgerissen und sie zuckte kurz zusammen. Sie ärgerte sich ein wenig, das ihr Mann ausgerechnet jetzt eintreten musste, wo sie doch mit ihren Gefühlen kämpfte. Sie sah ihn nicht an, sondern blickte schuldbewusst hinunter zu ihrer Tochter.
„Geliebte, du siehst unendlich müde aus.“
„Das bin ich auch. Sieh nur!“
Seine Mundwinkel zuckten nach oben und seine Augen strahlten heller als jeder Stern am Nachthimmel.
„Sie ist so bildschön wie du, Geliebte“, hauchte er fasziniert.
Sie reagierte nicht. Ja, ihre Tochter war tatsächlich bildschön, wenn nur dieser eine Fehler nicht wäre. Niemand würde sie so anerkennen. Was sollte aus ihrer Tochter werden, wenn sie älter war? Jeder würde sie ausgrenzen. Leise Tränen bahnten sich über ihre Wangen. Sie konnte ihre Gefühle nicht mehr länger zurückhalten.
„Warum weinst du?“, fragte er sie erschrocken. „Hast du Schmerzen? Soll ich die Hebamme noch einmal holen?“
Müde legte sie ihre Hand auf seine.
„Nein“, wisperte sie. „Findest du unsere Tochter nicht auch befremdlich?“
„Warum sollte ich das, Geliebte?“
Erstaunt sah sie ihn an. Hatte er es nicht bemerkt? Es musste ihm doch auch aufgefallen sein.
„Sie ist nicht gezeichnet. Es muss alles ein großer Irrtum sein. Ein Fehler. Eine Laune der Natur.“
„Beruhige dich bitte!“ Er sah sie alarmiert an. „Unsere Tochter ist perfekt, so wie sie ist. Wenn sie nicht gezeichnet ist, dann wird es seinen Grund haben. Die Natur macht keine Fehler.“
„Welchen Vorteil sollte das für sie schon haben? Sie wird nirgendwo anerkannt werden“, schluchzte sie.
„Nein, so darfst du nicht denken. Du hast das schönste Mädchen der ganzen Welt geboren. Niemand wird sie ausgrenzen, dafür sorge ich, so wahr ich ihr Vater bin.“
Ihr Mann war ein Kämpfer. So hatte sie ihn kennengelernt und sie liebte diese Eigenschaft an ihm. Er hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Natürlich würde er sein Mädchen, seine Tochter, beschützen und verteidigen. Er konnte zu einem Löwen werden und sein Brüllen würde alle Feinde in die Flucht schlagen. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Ihre Tochter zappelte unbeholfen in ihrem Arm und spürte die Unruhe ihrer Mutter.
„Sch … ist gut, meine Kleine. Dein Papi hat recht. Du bist die schönste Tochter, die je die Welt erblickt hat“, sagte sie mit tiefer Stimme und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. „Wie wollen wir sie nennen?“
„Was hältst du von Ayeleth“, schlug er vor.
Sie erstarrte. War das sein Ernst?
„Wie in der Legende? Aber du weißt doch gar nicht, ob sie die Lichtbringerin ist“, wandte sie sorgenvoll ein.
Das gefiel ihr ganz und gar nicht.
„Natürlich weiß ich das nicht. Dennoch können wir sie so nennen. Sie sieht aus wie eine Ayeleth“, lächelte er seine Frau liebevoll an.
„Die Legende, Geliebter, ist nicht sehr verheißungsvoll. Vielleicht besiegelst du damit ihr Schicksal. Ich weiß nicht, ob ich mir das für meine Tochter wünschen soll.“
In ihren Augen wäre Samyrija oder Levana geeignete Namen gewesen. Aber Ayeleth?
„Ich kann ihr Schicksal nicht besiegeln. Jeder hält sein Schicksal selbst in der Hand. Wenn sie die Erfüllung der Legende ist, können wir beide eh nichts daran ändern. Und wenn unsere Tochter es nicht ist, trägt sie wenigstens einen schönen Namen.“
„Ayeleth!“, formulierte sie vorsichtig. „Ayeleth. Ayeleth.“
Wieder und wieder sprach sie diesen Namen aus und versuchte zu erfühlen, ob er der Richtige war. Die Augen ihrer Tochter strahlten jedesmal heller, wenn sie diesen Namen sagte. Er schien ihr offensichtlich zu gefallen.
„Gut“, willigte sie schließlich ein. „Nennen wir unsere Tochter Ayeleth. Du hast recht. Es ist ein schöner Name und ich glaube, er gefällt ihr.“
„Vorhin kam eine Nachricht vom Padre. Er könnte in einem knappen Mondzyklus hier sein, dann können wir Ayeleth den drei heiligen Göttern weihen“, erzählte ihr Mann.
Sie seufzte und schloss für einige Atemzüge ihre Augen. Sie wusste nicht, was sie von dieser Weihung halten sollte. Aber ihr Mann hatte es sich so sehr gewünscht, dass sie es ihm nicht ausschlagen konnte. Ergeben drehte sie ihren Kopf ein wenig in seine Richtung und lächelte ihn mild an.
„Das ist in Ordnung, Geliebter“, antwortete sie tonlos.
„Du bist müde. Schlaf ein wenig und ruh dich aus. Selbst unsere Tochter hat ihre Augen mittlerweile geschlossen.“
Sie seufzte und ließ sich tiefer in die Kissen sinken. Ayeleth, ihre bildschöne Tochter, lag an ihrer Brust. Ihr Mann hauchte zärtliche Küsse auf ihre Stirn. Sie war glücklich. Unendlich glücklich. Sie war felsenfest überzeugt, das nichts und niemand auf der Welt ihr Glück zerstören könnte.
Naturgewalten - Die Dilogie
Band 1: Naturgewalten - Die Tochter der Elemente
(seit 15.05.2020 verfügbar)
Band 2: Naturgewalten - Die Insel der Götter
(seit 16.10.2020 erhältlich!)
Bei Amazon als eBook (Kindle eBook/Kindle Unlimited) und Taschenbuch
Zoe S. Rosary auf Amazon
Das eBook zu Band 2 kann ab sofort bei Amazon vorbestellt werden. Das Taschenbuch ist in Kürze verfügbar und wird nach Bestellung in wenigen Tagen ausgeliefert.
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Leserstimmen zur Dilogie Naturgewalten
Tolle Welt, coole Charakter
Tochter der Elemente müsste man sein. Mich haben Geschichten und Protagonisten, welche die Elemente beherrschen können, schon immer fasziniert. Umso mehr habe ich mich auf Naturgewalten gefreut und es innert wenigen Tagen wortwörtlich verschlungen.
Mich hat es sehr begeistert, wie es der Autorin gelungen ist, die Welt so echt und die Charakter so greifbar zu gestalten. ich konnte mir richtig vorstellen, dort zu sein und mit den Charakteren mitzufiebern. Eine weitere Abwechslung von anderen Fantasybüchern war die Tatsache, dass bei den Reiseteilen Wert auf die Pferde und das Reiten gelegt wurde und die Tiere nicht wie sonst als Quasi-Autos betrachtet wurden. Real geschriebene Reittiere sieht man ansonsten sehr selten. Deshalb: Hut ab für ein gelungener erster Teil! Ich freue mich auf die Fortsetzung.
- Annina, 20. Oktober 2020 -
Tolle Welt, coole Charakter
Tochter der Elemente müsste man sein. Mich haben Geschichten und Protagonisten, welche die Elemente beherrschen können, schon immer fasziniert. Umso mehr habe ich mich auf Naturgewalten gefreut und es innert wenigen Tagen wortwörtlich verschlungen.
Mich hat es sehr begeistert, wie es der Autorin gelungen ist, die Welt so echt und die Charakter so greifbar zu gestalten. ich konnte mir richtig vorstellen, dort zu sein und mit den Charakteren mitzufiebern. Eine weitere Abwechslung von anderen Fantasybüchern war die Tatsache, dass bei den Reiseteilen Wert auf die Pferde und das Reiten gelegt wurde und die Tiere nicht wie sonst als Quasi-Autos betrachtet wurden. Real geschriebene Reittiere sieht man ansonsten sehr selten. Deshalb: Hut ab für ein gelungener erster Teil! Ich freue mich auf die Fortsetzung.
- Annina, 20. Oktober 2020 -
Göttlich!
Wahnsinn, eine so tolle Story!! Ich will gar nicht viel zur Geschichte sagen, nur das Ayeleth eine wahnsinnig starke junge Frau ist, die mit allen vier Elementen gesegnet ist. Das erfährt sie aber erst im Laufe der Erzählung. Wir leiden und freuen uns mit Ihr und fiebern mit, hoffen und bangen. Sie muss so viel ertragen und bleibt sich immer treu! Auch ihre Familie, vorallem Noam sind nur toll. Jarik und Merano, erlebt es einfach. Roohn, Ryana, Tari, Tonga, die kleine Arynada und so viele mehr, ganz tolle Charaktere. Die Elemente und das Zusammenspiel mit den Söhnen und Töchtern. Es ist absolut spannend und immer wieder anders. Pjero und seine Machenschaften sind so entsetzlich. Aber das Gute setzt sich durch. Absolute Leseempfehlung von mir!! Ich war schon von Eyaland begeistert, aber dass war nochmal besser, bzw. wieder anders, aber super toll. Vielen Dank an Zoe S. Rosary!!
- Bücherwurm19, 13. Mai 2024 -
Göttlich!
Wahnsinn, eine so tolle Story!! Ich will gar nicht viel zur Geschichte sagen, nur das Ayeleth eine wahnsinnig starke junge Frau ist, die mit allen vier Elementen gesegnet ist. Das erfährt sie aber erst im Laufe der Erzählung. Wir leiden und freuen uns mit Ihr und fiebern mit, hoffen und bangen. Sie muss so viel ertragen und bleibt sich immer treu! Auch ihre Familie, vorallem Noam sind nur toll. Jarik und Merano, erlebt es einfach. Roohn, Ryana, Tari, Tonga, die kleine Arynada und so viele mehr, ganz tolle Charaktere. Die Elemente und das Zusammenspiel mit den Söhnen und Töchtern. Es ist absolut spannend und immer wieder anders. Pjero und seine Machenschaften sind so entsetzlich. Aber das Gute setzt sich durch. Absolute Leseempfehlung von mir!! Ich war schon von Eyaland begeistert, aber dass war nochmal besser, bzw. wieder anders, aber super toll. Vielen Dank an Zoe S. Rosary!!
- Bücherwurm19, 13. Mai 2024 -

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