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Das Element Licht


Das Element Licht ist ein äußerst faszinierendes Element. Man nimmt es tagtäglich wahr. Die Sonne geht am Morgen auf und lässt die Welt in bunten Farben erscheinen. Sie geht am Abend unter und ihre Abwesenheit hinterlässt die dunkle Nacht. Die Sonne ist unsere globale, natürliche Lichtquelle, die wir Menschen auch durch eine künstliche, z.B. eine Kerze, eine Lampe, ein Feuer ersetzen können. Was also ist Licht?
Das Element Licht
Was ist Licht?

Vielleicht erinnerst du dich an deinen Physikunterricht, denn jetzt wird es etwas physikalisch. Das Licht ist eine elektromagnetische Transversalwelle, die nicht nur Wellencharakter, sondern auch Teilchencharakter hat. Was bedeutet das?

Licht besteht aus zwei Schwingungen: Der elektrischen und der magnetischen Schwingung. Beide stehen im rechten Winkel zueinander. Woher weiß man das? Schließlich kann man die Wellen nicht sehen. Du kannst sie nicht sehen, aber ihre Wirkung. Das Element Licht kann man, wie Wasserwellen, brechen und reflektieren. Und was schwingt in der Welle? Die Lichtteilchen, oder wie es Einstein nannte, Lichtquanten.

Licht ist also eine spezielle Form von Energie. Denn trifft das Lichtteilchen z.B. auf den grünen Farbstoff (Chlorophyll) in einem Blatt, kann die Pflanze aufgrund der Energieübertragung des Lichtquants Photosynthese betreiben und beginnt Sauerstoff zu produzieren. In Abwesenheit von Licht können Pflanzen keinen Sauerstoff produzieren.

Sie atmen, wie du und ich, und verbrauchen den Sauerstoff, den sie am Tag produziert haben. Das Element Licht ist es also, was die Bäume grün macht und den Himmel hell.

Das Element Licht
Warum ist der Himmel blau?

Das für den Menschen sichtbare, weiße Licht liegt in einem Wellenlängenbereich von 380 bis 750 nm. Das Element Licht kann in Farben untergliedert werden. Dabei geht das Spektrum von violett/ blau im kurzwelligen Bereich (380 – 450 nm) bis hin zu rot im langwelligen Bereich (600 – 700 nm).

Der Himmel ist hell, weil das Licht in der Atmosphäre gestreut wird. Gäbe es die Streuung in unserer Atmosphäre nicht, würden wir das schwarze Weltall sehen, wie es z.B.  auf dem Mond geht, würden wir uns dort befinden. Der Mond besitzt keine Atmosphäre. Er hat in diesem Sinne keinen „Himmel“. Da der blaue Anteil des Lichts bis zu zehnfach mehr gestreut wird als der rote Anteil, erscheint der Himmel über uns blau.

Nun fragst du dich, warum es Sonnenuntergänge gibt. Das ist eine gute Frage. Denn wir lieben diese wunderschönen Sonnenauf- und -unter - gänge, bei denen sich der Himmel feuerrot färbt. Der Weg, den das Element Licht durch die Atmosphäre vom Horizont bis zum Auge des Betrachters zurücklegt, ist länger. Somit ist der Anteil des längerwelligen Lichts, das gestreut wird, größer. Das rote Licht überlagert für eine kurze Zeit das blaue Licht und der Himmel erscheint farblich verändert. Dieser Effekt wird verstärkt durch Wassertropfen oder Staubpartikel in der Luft. Ein erhöhter Anteil von Feuchtigkeit in der Luft wiederum verstärkt die Wahrscheinlichkeit, das sich ein Regengebiet nähert.

Das Element Licht
Was sind Polarlichter?

Polarlichter kannst du in langen, dunklen Winternächten in den Polregionen unserer Erde beobachten. Sie existieren, weil die Sonne elektrisch geladene Teilchen aufgrund der Sonnenwinde in den Weltraum schleudert. Diese Teilchen werden vom Magnetfeld der Erde abgelenkt und zu den Polregionen weitergeleitet. Treten diese Teilchen in unsere Atmosphäre ein, interagieren sie dort mit den Luftteilchen unserer Atmosphäre. Eine Energieübertragung findet statt und die Luftteilchen unserer Atmosphäre fangen an zu leuchten. Ein besonderer Ausdruck des Elements Licht.

Und wann spricht man von Wetterleuchten?

Die Polarlichter sind nicht mit dem Effekt des Wetterleuchten zu verwechseln. Unter Wetterleuchten versteht man optische Erscheinungen im Wolkenhimmel aufgrund eines entfernt liegenden Gewitters. Das Gewitter ist so weit entfernt, dass man den Donner nicht mehr wahrnimmt, aber die Blitze optisch den Himmel erhellen. Hier findet das Element Licht einen kurzen Ausdruck.

Wie entsteht ein Blitz?

Ein Blitz entsteht, um einen Ladungsausgleich zwischen zwei elektrisch gegensätzlichen Ladungsschwerpunkten zu schaffen. Ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen zwei Wolken oder zwischen Erde und Wolken.

Wenn im Sommer warme, feuchte Luft in die Atmosphäre aufsteigt und sie sich dort abkühlt, entstehen oft Cumulonimbuswolken. Das sind Haufenwolken, die das Potential zu einem Gewitter haben. In diesem riesigen Gewitterwolken wirbelt alles wild durcheinander. Wassertröpfchen stoßen an Eiskristalle. Hagelkörner stoßen an Regentropfen. Reibung entsteht. Durch diese Reibung lädt sich die Wolke elektrisch auf. Ein Blitz wiederum sorgt für den Ladungsausgleich. Er kann, wie oben erwähnt, zwischen den Wolken oder zwischen den Wolken und der Erde entstehen. Die Temperatur der Luft, durch die so eben ein Blitz gezogen ist, kann sich bis auf 30 000 °C erhitzen.

Das Element Licht
Das Element Licht und „Naturgewalten“

Normalerweise gehört Licht nicht zu den vier Naturelementen, sondern Feuer. Ich wollte allerdings Licht nicht nur auf Feuer begrenzen. Denn wie ich euch weiter oben dargestellt habe, ist das Element Licht nicht nur das optische Signal, dass ich mit meinen Augen wahrnehmen kann.

Licht ist Energie.
Licht ist Wärme.
Licht ist Farbe.

Mir gefiel die Vorstellung, wie Ayeleth das Morgenlicht auf ihrer Haut spürt und daraus Energie schöpfte. Auch gefiel mit die Vorstellung, dass Ayeleth so mächtig und gewaltig wie ein Blitz über den Himmel ziehen konnte. Wie sie das macht und wie sie das Element  Licht noch nutzt, erfährst du in meiner Dilogie „Naturgewalten“.

Eure Zoe

Fotos: Canva

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